„Sorgt dafür, dass unter euren Händen etwas Gerechtes geschieht!“



 

Sorgt dafür, dass unter euren Händen etwas Gerechtes geschieht, sagt Jesus, alles Übrige wird euch zufallen.


Und wenn die Christenheit noch nie Gelegenheit gehabt haben sollte, die Wahrheit dieses Wortes zu prüfen, heute können wir es lernen. Wir werden dabei entdecken, dass es gerade dann eine Grenze zwischen einem privaten und einem politischen Christentum gar nicht gibt. Wer sich in größerem Stil um Menschen kümmert, handelt immer mitten in die Politik hinein, und das ist für eine Kirche auch kein Fehler, solange es ihr um Menschen geht und nicht um eine rechte oder linke Ideologie oder um Macht.


Und diese Sorge um andere Menschen erdrückt uns nicht, sondern macht uns frei. Wenn wir uns nicht einbilden, wir müssten den Himmel stützen, dann stehen die Probleme in einem ganz anderen Licht. Sie bedrohen uns nicht mehr. Sie verwandeln sich in Aufgaben. Wir haben die Hände frei. Wir können etwas Rechtes tun (und wir finden dabei vielleicht sogar den Humor).

 

Jörg Zink