Bericht der 288. Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter von Heimbach

am 5. und 6. Mai 2018

 

Am Morgen des 05. Mai feierten die Heimbachpilger in der Kirche

 

St. Lucia um 5 Uhr mit Präses  Herrn Pastor Hans Rolf Funken die

 Pilgermesse.

 

In diesem Jahr lautete der Leitgedanke:

 

 

„Suche Frieden“

 

So lautete auch das Leitwort für den Katholikentag in Münster.

 Herr Pastor Funken hatte wieder einmal das Leitwort sehr eindrucksvoll erläutert:

 

„Als Christen wollen wir uns immer wieder aus Neue den Herausforderungen in unserer von Kriegen zerrissenen Welt stellen und nach Antworten suchen. Derzeit gibt es kein wichtigeres Thema in der öffentlichen Diskussion über Religion als das Problem der Gewalt.  ….  Frieden ist weit mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt….  Frieden beginnt da, wo wir im Gespräch versuchen, einen Weg zueinander zu finden, Missverständnisse aufzulösen und einen Neuanfang zu wagen. Vielleicht bietet sich ja unsere diesjährige Wallfahrt an, im Gespräch oder in der Stille nach neuen Wegen zu einem gelingenden Miteinander zu suchen. …Nach dem Motto: Wende das Böse, tue das Gute, suche den Frieden und jage ihm nach. (nach Ps 34 und 1Petr 3).

 

Vielleicht kann unsere Wallfahrt ein bescheidener Anfang dazu sein.“

 

Nach dem Pilgersegen grüßte der Präfekt die Pilgerinnen und Pilger.

 

Frohgelaunt verließen bei sonnigem Himmel die Wallfahrer Stolberg über Vogelsangstraße – Hastenrather Straße – Diepenlinchen – Mausbach.

 

Nach der Frühstückspause in Mausbach, wo wir uns stärken konnten - wiederum sind wir Gast im Pfarrzentrum - zog die Pilgerschar – jetzt auf 75 angewachsen – den Weg über Gottfriedskreuz – Steinbahn – zum Kartoffelbaum. Hier traf man auf die Buspilger (ca. 12 Personen), die von Frau Heup und Herrn Günter Elkenhans betreut und begleitet wurden. Nach einer kleinen Rast sprach der Präfekt die Verwendung der Mitgliedsbeiträge an und forderte die Pilger auf, die Heimbach Prozession durch eine Mitgliedschaft – derzeit 180 Mitglieder - zu unterstützen. Er erinnerte an die Hauptaufgabe der Bruderschaft, diese Fußwallfahrt jährlich durchzuführen. Eindringlich forderte er zur Mitarbeit im Vorstand auf. Alle sieben Ortskirchen der Pfarre St. Lucia plus St. Hubertus sollten im Vorstand vertreten sein.

 

So findet die Dankmesse in diesem Jahr in Herz Jesu statt.

 

Er dankte Frau Johnen für die Pflege des Bußkreuzes.

 

Ebenso erinnerte er an den meditativen Bußgang am Karfreitag vom Forsthaus Zweifall zum Bußkreuz hin.

 

Nach der von Josef Lang vorgetragenen Meditation wurde die Mutter Gottes – Litanei gesungen.

 

Auf der Höhe des Hürtgenwaldes gedachten wir, wie jedes Jahr, der Opfer von Krieg und Gewalt.

 

An der Katzenhard vor Germeter fand zum 40. Male die Sammlung für die

 

Ausbildung eines Katecheten statt. Dank sei den Pilgern für die großzügige Spende gesagt. So konnte auch 2018 an Missio Aachen der Betrag von

 

1000.- € zur Ausbildung des Katecheten Benjamin S. Mano, Namoungou, Burkina-Faso überwiesen werden.

 

In Vossenack war große Mittagsrast – wieder im Saal des Sportlokals, welches von Frau Rüttgers gerne zur Verfügung gestellt wurde. Hier konnten die Pilger sich ausruhen und erfrischen.

 

In Kommerscheidt beteten wir für die Erhaltung der Natur, die uns von Gott anvertraut wurde. Das Prozessionskreuz war von Blumen Hartmann  wunderschön geschmückt. Darum hatte sich Christian Delsemme‘ gekümmert.

 

Auf der Höhe von Schmidt beteten wir für die Mächtigen in Staat und Kirche

 ... damit sie ihre Macht in den Dienst der Menschen stellen und nicht zur Selbstdarstellung missbrauchen...-

 

Unter Polizei - Schutz zogen wir singend in die Salvatorkirche ein. Erschöpft aber glücklich angekommen feierten wir mit Präses Pastor Funken und Pfr. Hans Doncks eine Andacht am Gnadenaltar.Herzlich begrüßt wurden wir auch von der Gemeindeferentin Frau Janny Broekhuizen.Wie jedes Jahr so hatten sich auch diesmal wieder Stolberger Bürger eingefunden.

 

Während der Andacht gedachten wir der verstorbenen Mitglieder der

Bruderschaft. Herr, gib allen Verstorbenen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen, Herr lass sie ruhen in Frieden. Amen.

 

Der Präfekt empfahl wärmstens die Kollekte für die Wallfahrtskirche.  

 

Er dankte allen, die zum ersten Mal oder zum wiederholten Mal dabei sind und den stillen Jubilaren.Für die Kinder waren Süßigkeiten bereitgestellt, jedoch war kein Kind anwesend! Wir beteten für die Pilgerinnen und Pilger, die nicht mehr mitgehen können und für kranke Pilger. Sie brauchen besonders das Gebet zur Schmerzhaften Mutter von Heimbach.

 

Anschließend stellte der Präfekt der Pilgerschar seinen Nachfolger, Herrn Thomas Lang, ein Enkel des Präfekten Peter Lang (1975-1989) vor, der gerne dieses Amt übernommen hat. Mit bewegenden Worten überreichte der scheidende Präfekt nach 29 Jahren Thomas Lang die silberne Präfektenplakette. Thomas Lang sicherte den Anwesenden die Fortführung der Tradition der Heimbach – Bruderschaft zu.

 

Um 18 Uhr fand wieder der Kreuzweg zur Abtei Maria Wald statt.

 Brigitte Knauff - Kirch milderte unsere Strapazen und brachte die Teilnehmer zur ersten Station.

  

Sonntag, den 06.05.2018

 

Um 8.15 Uhr versammelten sich die Pilger in der Salvatorkirche, um mit Präses Funken die hl. Messe zu feiern.

 

Nach der Verabschiedung am Gnadenbild verließen ca. 18 Pilger betend und singend bei bestem Wetter Heimbach.Bei gutem Himmel, der später noch die Sonne bescherte, zog die Prozession mit ca. Pilgern über Hasenfeld – Schmidt – Vossenack, Süssendell nach Mausbach, nicht ohne vorher am Bußkreuz im Gebete verweilt zu haben.

 

Wiederum hatten uns die Mausbacher Frauen (Jöris, Frenken) zu einer stärkenden Kaffeezeit mit selbstgebackenem Kuchen eingeladen.

 

Sicher geleitet von den Wegehelfern zog die Prozession durch  Diepenlinchen, am Wasserturm und Burgholzer Hof vorbei in Richtung Hastenrather Straße.  Unter Kirchengeläut zog die Pilgerschar in die Kirche St. Lucia ein.

 

Mit einer Andacht und dem sakramentalen Segen endete die 288. Wallfahrt.

  

Der Präfekt dankte allen Helfern und Aktiven:

dem Präses  Pfarrer Funken, den Vorstandsmitgliedern, dem Organisten Gereon Schlepütz, der Buspilgerleitung von Frau Heup und Herrn Günter Elkenhans, den unermüdlichen Vorbetern und Vorsängern Josef Lang, Brigitte Overtus, Simone Gerards, den Wegehelfern Norbert Schlepütz, Erich Elkenhans, Norbert, Liesel und Harald Steffens (Begleitfahrzeug), Willi Meisen, Christian Delsemmé, den Kreuzträgern Martina und Manfred Lohse, Markus Lang, Rüdiger Rüben, den Trägern der Mikrofonanlage, Fahnen,  u.v.a.m. und allen Pilgerinnen und Pilgern. Dank an St Markus und Polizei Kreuzau (Herrn Cloesgen).

 

Er wünschte eine baldige Erholung von den Strapazen und ein frohes Wiedersehen zur Dankmesse am 09.05.2018 in Herz Jesu für die lebenden und verstorbenen Pilgerinnen und Pilger der Heimbach Prozession Stolberg  und zur Wallfahrt 2019, voraussichtlich am 18. und 19. Mai 2019.

 

 Zum Schluß der Andacht bedankte sich Pfarrer Funken im Namen der Bruderschaft und der Pilgerinnen und Pilger bei Paul Kirch für das langjährige Engagement in der Heimbach – Bruderschaft Stolberg.

 

Paul M. Kirch

 Präfekt