Die Nacht- ein eigentümliches Geschöpf.

 

Die Nacht ist ein eigentümliches Geschöpf Gottes. Sie hat ein doppeltes Gesicht: Sie tut gut, erholt und erfrischt, und ihre Dunkelheit macht Angst. Auch die Bibel ist voll von Bildern der Nacht und nächtlichen Szenen.

 

Die Nacht ist die Zeit, in der Böses getan wird: der Dieb kommt in der Nacht. Wer sich betrinkt, betrinkt sich bei Nacht. So wird ihre Dunkelheit zum Bild der Gottferne.

 

Doch auch Gott handelt oft in der Nacht. Die Verheißung an Abraham, die Befreiung Israels aus Ägypten, das Gericht über Sodom und die Rettung Lots, Jakobs Kampf und Elijas Begegnung am Horeb- all das geschah nachts.

 

In der Nacht, der Heiligen Nacht, wird Jesus geboren, in der Nacht setzt Jesus die Eucharistie ein, seine Passion beginnt in der Nacht am Ölgarten, und seine Auferstehung verwandelt jedes Dunkel in eine österliche Nacht.

 

Wieder so ein Tag...

 

Wieder so ein Tag, Manches ist heute gut, anderes daneben gegangen. Das eine ist ein Anlass, dankbar zu sein, das andere vielleicht ein Anstoß, neu zu beginnen.

 

Apropos Niederlagen und Misserfolge: Wem pflege ich die Schuld zu geben? Die einen verzweifeln an sich, andere finden immer Schuldige: die lieben Mitmenschen, die Umstände....

  

Herr, schenke mir eine gesunde Selbsteinschätzung. Lass mich dankbar sein für meine Fähigkeiten, Talente und Stärken. Zeige mir, wie ich sie einbringen und entwickeln kann. Hilf mir, meine Verantwortung zu erkennen und wahrzunehmen. Ich bitte dich auch um den Mut, zu meinem Versagen zu stehen, um die Demut, meine Grenzen zu bejahen, und um die Kraft zum immer neuen Anfang.